Rekordpreis: Lakers für zwölf Milliarden Dollar verkauft / Foto: LUKE HALES - SID
Die Los Angeles Lakers aus der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA werden offenbar für einen Rekordpreis von zwölf Milliarden Dollar (10,4 Milliarden Euro) verkauft. Das berichtete ESPN am Mittwoch. Neue Eigentümer der Franchise sollen Bob Iger, früherer CEO von Disney, und Joshua Kushner sein. Letzterer ist der Bruder von Jared Kushner, der wiederum der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump ist.
Erst im vergangenen Jahr hatte der Milliardär Mark Walter die Lakers für zehn Milliarden Dollar (8,7 Milliarden Euro) von der Familie Buss gekauft, die seit 1979 im Besitz gewesen war. Mehr Geld war bislang noch nie für eine Franchise im US-Sport oder einen anderen Klub auf der Welt gezahlt worden. Nur ein Jahr später steigt die Rekordmarke wohl nochmal deutlich an.
"Als lebenslange NBA-Fans fühlen wir uns zutiefst geehrt, die Verantwortung für die Los Angeles Lakers, eines der legendärsten Sportteams der Welt, übernehmen zu dürfen. Wir haben großen Respekt vor der Führungsstärke und der Weitsicht von Jerry und Jeanie Buss", erklärten Kushner und Iger in einer Stellungnahme: "Unser langfristiges Ziel ist es, auf diesem Fundament aufzubauen, auf höchstem Niveau zu spielen und diesem außergewöhnlichen Team, seinen Fans und der Stadt Los Angeles zu dienen."
Kushner ist in der Sportwelt kein unbekannter Name, schließlich hätte dieser im Rahmen von Gianni Infantinos mittlerweile gescheiterten Investorenplänen eine zentrale Rolle einnehmen sollen. Der FIFA-Präsident wollte Anteile an der Fußball-Weltmeisterschaft verkaufen, dafür sollte die Tochtergesellschaft FIFA Forward Enterprise (FFE) gegründet werden, die alle kommerziellen Aktivitäten und Turnierorganisationen hätte bündeln sollen. Die Investorengruppe sollte von Thrive Capital angeführt werden, der Investmentgesellschaft Kushners.
Y.Bernard--LCdB