Statistik: Mehr Patienten im vergangenen Jahr in Krankenhäusern behandelt / Foto: STEFANIE LOOS - AFP/Archiv
Die Zahl der Behandlungsfälle in Deutschlands Krankenhäusern ist im vergangenen Jahr gestiegen. 2025 wurden insgesamt 17,7 Millionen Patientinnen und Patienten vollstationär in Kliniken versorgt, das waren 203.000 oder 1,2 Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte.
Die Behandlungsfälle sind aber weiterhin deutlich niedriger als noch vor der Coronapandemie. Zwischen 2014 und 2019 wurden jedes Jahr mehr als 19 Millionen Menschen in Krankenhäusern behandelt.
Die meisten Patientinnen und Patienten, insgesamt fünf Millionen, wurden im vergangenen Jahr stationär in der Fachabteilung Innere Medizin versorgt. Es folgte die Chirurgie mit 2,7 Millionen Behandlungen.
Im Schnitt lagen Patienten sieben Tage im Krankenhaus. Damit setzte sich der langfristige Rückgang weiter fort. Zu Beginn der Krankenhausstatistik im Jahr 1991 dauerte ein durchschnittlicher Krankenhausaufenthalt noch 14 Tage und war damit doppelt so lang wie im vergangenen Jahr.
Am längsten wurden Menschen 2025 in den psychiatrischen Fachabteilungen und in der Geriatrie behandelt - in der Psychiatrie dauerten die Krankenhausaufenthalte zwischen 24,3 und 47 Tagen, in der Geriatrie lagen sie bei 14,8 Tagen.
Zugleich sinkt die Zahl der Betten in den deutschlandweit 1807 Kliniken. 2025 standen dort 468.803 Betten bereit und damit 0,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Die durchschnittliche Bettenauslastung stieg indes auf 72,6 Prozent.
Beim Personal gibt es einen weiteren Zuwachs: Im vergangenen Jahr arbeiteten in den Kliniken 25 Prozent mehr Beschäftigte als zehn Jahre zuvor. Zum Jahresende 2025 waren in den Krankenhäusern demnach 221.800 Beschäftigte im ärztlichen Dienst und fast 1,3 Millionen im nichtärztlichen Dienst, einschließlich Schülern und Auszubildenden, gemeldet.
Y.Bernard--LCdB